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Haushalt & Familie

Zugtiere: Pferd, Ochse, Geschirr – Kraft, Pflege, Tierschutz

Was ein Pferd ziehen kann, warum das Kummet Geschichte schrieb, wie Zugtiere gefüttert werden und welche Pflichten das Tierschutzgesetz dir auferlegt.

9 Min. LesezeitFür FortgeschritteneStand: 27. September 2026
Zwei braune Kaltblutpferde mit Kummet ziehen von hinten gesehen einen Pflug über einen Acker, daneben geht ein Mann in blauem Hemd und Latzhose, im Hintergrund Laubbäume.
Zwei Pferde im Kummet am Pflug, bei einer Vorführung im LVR-Freilichtmuseum Lindlar.Foto: Ökologix · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons · zugeschnitten

Ohne Treibstoff steht der Traktor, aber ein Pferd oder ein Rind kann weiter pflügen, Holz rücken und einen Wagen ziehen. Dieser Artikel aus der Reihe „Kaltstart – Wissen für danach“ erklärt, was ein Zugtier leisten kann, wie Joch, Kummet und Brustblatt die Kraft übertragen und was Fütterung, Hufpflege und Ruhe verlangen. Er zeigt auch die Grenzen: Fahren, Anspannen und das Ausbilden junger Tiere lernst du bei Fachleuten, nicht aus einem Text.

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Tagesdurchschnitt gelten für ein Zugpferd 10 bis 15 Prozent seines Körpergewichts als Zugkraft.
  • Ochsen gingen meist im Joch, Pferde und Kühe im Kummet; das Kummet machte die volle Kraft des Pferdes nutzbar.
  • Ein Geschirr muss jedem Tier angepasst sein – mit schlecht sitzendem Geschirr ist jeder Wagen zu schwer.
  • Pferde brauchen ständig Wasser, viel Raufutter und nach schwerer Arbeit Tage mit leichter Arbeit oder Weide.
  • Das Tierschutzgesetz verbietet, einem Tier Leistungen abzuverlangen, die seine Kräfte offensichtlich übersteigen.

Wofür dieser Artikel gedacht ist

Der Artikel erklärt, wie Zugtiere arbeiten und was sie brauchen, damit sie es lange und ohne Schaden tun. Er ist keine Anleitung zum Einfahren junger Pferde oder Rinder und ersetzt keinen Fahrkurs.

Achtung Das ist Notfall- und Zivilisationswissen für eine Lage, in der Versorgung, Tierärzte, Behörden und Fachbetriebe dauerhaft nicht erreichbar sind. Solange es sie gibt, gehen sie vor: Lerne Fahren und Anspannen bei ausgebildeten Fahrlehrern, lass kranke oder lahme Tiere vom Tierarzt behandeln und die Hufe von Fachleuten versorgen. Dieser Artikel ersetzt keine Ausbildung, keine tierärztliche Behandlung und keine Erlaubnis.

Warum Zugtiere zählen – und was sie kosten

Eine Pilotstudie der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in Zollikofen beschreibt die Aufgabe des Arbeitspferdes so: Es dient dem Menschen als Energiequelle, die sich etwa durch Maschinen ersetzen ließe. Umgekehrt gilt: Fehlen die Maschinen, bleibt das Tier. Vor der Technisierung zogen nach dem Freilichtmuseum Beuren vor allem Rinder und Pferde Wagen, Karren, Pflug und Schlitten.

Eigene Einordnung: Ein Zugtier lebt von Gras und Heu und braucht keinen Treibstoff. Nach einem langen Ausfall wird ein Zugtier wertvoll, sobald Lasten weiter oder schwerer werden, als Menschen sie tragen oder schieben können – beim Pflügen, beim Holzrücken oder mit einem Wagen, wie ihn der Artikel Rad und Achse: einen Karren bauen beschreibt. Was ein Pflug dabei mit dem Boden macht, steht in Spaten, Hacke, Pflug.

Die Kehrseite: Ein Zugtier frisst jeden Tag, auch wenn es nicht arbeitet, braucht Wasser, Weide oder Heu, Pflege und einen Menschen, der mit ihm umgehen kann. Warum Tiere Futterfläche kosten, erklärt Warum Tiere Futter kosten. Ein Zugtier lohnt sich also nur, wenn Futter und Arbeit dauerhaft zusammenpassen.

Wie viel ein Pferd ziehen kann

Die HAFL fasst in einer Pilotstudie von 2022 die Literatur zusammen: Als durchschnittliche Zugkraft über einen Arbeitstag haben sich 10 bis 15 Prozent des Körpergewichts durchgesetzt. Für ihren Versuch setzten die Autoren 10 Prozent als zumutbare Zuglast an. Mit 10 Prozent ihres Gewichts gerechnet, ergab das für ihre vier Freiberger mit durchschnittlich rund 570 Kilogramm rund 1.140 Newton je Zweiergespann. Im Zweiergespann rechnen die Autoren zudem mit einem Verlust an Dauerzugkraft von 7 bis 10, sogar 20 Prozent; nach Abzug von 10 Prozent blieben rund 1.030 Newton.

Im Versuch zogen die Gespanne jeweils 30 Minuten einen gebremsten Wagen, einmal mit etwa 10 und einmal mit etwa 20 Prozent des Körpergewichts, im Schritt mit gerundet 5 bis 6 km/h. Bei der doppelten Last schwitzten die Pferde so stark, dass die Autoren einen Flüssigkeitsverlust von 12 bis 18 Litern annehmen. Sie erholten sich zwar rasch. Eigene Einordnung: Die doppelte Last war ein kurzer Test, kein Arbeitstag.

Die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD), ein Verband, nennt für Wagen Daumenregeln aus der Erfahrung der Fuhrleute. Maßgeblich ist das leichteste Pferd: Anzahl der Pferde mal sein Gewicht ergibt das Eigengewicht des Gespanns. Gezogen wird das Gesamtgewicht aus Fahrzeug, Ladung und Menschen. Die VFD betont, dass diese Regeln nur der Orientierung dienen und die Verantwortung des Fahrers nicht ersetzen.

Für Rinder nennen die hier verwendeten Quellen keine vergleichbaren Zahlen zu Zugkraft oder Tempo. Übertrage die Pferdewerte deshalb nicht einfach auf einen Ochsen, sondern frag jemanden, der mit Rindern im Zug arbeitet.

Daumenregeln der VFD für ein Gespann am Wagen (Orientierung, keine Grenzwerte)
StreckeDauerGesamtgewicht bis zum
Ebene, gute Wegelängere Zeit, bis ca. 3 StundenDreifachen des Eigengewichts
Ebene auf schlechten Wegen oder gute Straßen im Bergland bis gelegentlich höchstens 15 % Steigungbis ca. 1 StundeZweifachen des Eigengewichts
Bergiges Gelände (dauerhaft 4 % bis gelegentlich 15 % Steigung) oder sehr schlechte Naturwegebis ca. 1 StundeEinfachen des Eigengewichts

Joch, Kummet, Brustblatt: wie die Kraft ans Tier kommt

Die älteste Anspannung ist das Joch, nach dem Freilichtmuseum Beuren mit den Varianten Stirn-, Genick- und Nackenjoch. Ochsen trugen meist ein Joch. Kühe, die als Zug- und Milchtiere geschätzt waren, und Pferde bekamen dagegen ein Kummet: zwei gepolsterte, halbrunde Hölzer, die um den Hals gelegt werden und die Zugkraft auf Brustkorb, Schultern und Widerrist verteilen. Der Sattler im Dorf fertigte es aus Leder und polsterte es mit Stroh.

Das Kummet hat Geschichte geschrieben. Nach der HAFL-Studie gewann das Pferd als Zugtier der Landwirtschaft in Europa erst gegen Ende des ersten Jahrtausends nach Christus an Bedeutung. Ausschlaggebend war das Kummet, das das Joch ablöste und zum ersten Mal die volle Zugkraft des Pferdes nutzbar machte.

Genau genommen zieht ein Pferd nicht, es drückt, so beschreibt es die VFD: Über das Brustblatt schiebt es die Last mit der Brust, über das Kummet mit Brust und Schultern, und die Kraft läuft über die Zugstränge nach hinten zum Ortscheit am Wagen. Beim Anziehen lehnt es sich ins Geschirr und setzt sein Körpergewicht ein. Das Brustblatt sitzt nach der VFD möglichst eine Handbreit, bei kleinen Pferden mindestens zwei Finger breit über dem Buggelenk, ohne auf die Luftröhre zu drücken.

Ein Kummet muss jedem Tier eigens angepasst werden. Die Leitlinien des Bundeslandwirtschaftsministeriums zum Tierschutz im Pferdesport verlangen, dass jedes Geschirr so angepasst und angelegt ist, dass es weder drückt noch scheuert. Die VFD fasst es in einem Satz: Mit einem unpassenden oder unpassend verschnallten Geschirr ist jeder Wagen zu schwer.

Zwei alte Kummete aus Holz und gepolstertem Leder hängen an Drähten unter einem Dachstuhl mit Holzbalken, das vordere zeigt die ovale Öffnung für den Hals.
Zwei alte Kummete im Museum: gepolsterte Hölzer, die um den Hals gelegt werden.Foto: Liuthalas · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · zugeschnitten

Video: Das Handwerk der Hamenmacher. Teil 3: Fertigstellen eines Hamens (Alltagskulturen im Rheinland) – Dokumentarfilm des LVR-Instituts für Landeskunde von 1985: wie ein Hamen, ein Pferdekummet, mit Stroh gepolstert und fertiggestellt wird.

Füttern, tränken, Hufe, Ruhe

Die Leitlinien des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Pferdehaltung sind hier deutlich. Wasser muss Pferden grundsätzlich ständig zur Verfügung stehen. Geht das ausnahmsweise nicht, bekommen sie mehrmals, mindestens dreimal täglich Wasser bis zur Sättigung, auch im Winter; Schnee ist kein Ersatz für eine Tränke.

Der Verdauungsapparat des Pferdes ist auf fast ständiges Fressen eingestellt. Gibt es kein Dauerangebot an rohfaserreichem Futter wie Heu, muss es mindestens zwölf Stunden am Tag angeboten werden, mit Fresspausen von möglichst nicht mehr als vier Stunden. Größere Kraftfuttergaben gehören auf mindestens drei Rationen verteilt. Die Menge richtet sich nach Erhaltungs- und Leistungsbedarf des einzelnen Tieres; Überfütterung ist genauso zu vermeiden wie Mangel.

Die Hufe werden vor und nach jeder Nutzung an Sohle und Strahlfurchen gesäubert. Unbeschlagene Pferde sind in der Regel alle 6 bis 8 Wochen auf Stellung und Abnutzung zu kontrollieren; auch das Beschlagintervall beträgt in der Regel 6 bis 8 Wochen. Kürzen, Beschlag und Hufstellung haben erhebliche Folgen für die Gesundheit, Näheres regelt das Hufbeschlaggesetz.

Pferde ruhen nach den Leitlinien etwa sieben Stunden am Tag, meist dösend im Stehen; für den REM-Schlaf müssen sie sich ablegen und brauchen dafür einen trockenen Platz, an dem sie sich sicher fühlen. Nach starker Belastung brauchen die Muskeln nach der VFD 2 bis 3 Tage mit Weidegang oder leichterer Arbeit. Auch innerhalb eines Arbeitstages sollen schwere und leichtere Phasen wechseln.

Sicherheit für Mensch und Tier

Pferde sind Fluchttiere. Die Leitlinien zum Pferdesport nennen Scheuen, Wegspringen und Durchgehen als natürliche Reaktionen auf Angst oder Schreck und halten fest, dass Strafe dafür falsch ist und die Angst nur verstärkt. Fremdes soll ein Pferd langsam kennenlernen. Die VFD rät, besonders schreckhafte Pferde oder solche, die im Mehrspänner aggressiv sind, nicht oder nur nach spezieller Ausbildung einzuspannen.

Am Wagen gilt: Das Fahrzeug muss nach den Leitlinien technisch einwandfrei sein, eine korrekte Anspannung erlauben und funktionsfähige Bremsen haben; sein Gewicht muss zu den Pferden passen. Zum Aufhalten gehört nach der VFD ein Hintergeschirr, damit der Wagen nicht auf die Pferde aufläuft. Die Bremse soll nur das Aufrollen verhindern – ein Pferd soll nie einen gebremsten Wagen ziehen.

Überlastung und schlecht sitzendes Geschirr erkennst du nach der VFD unter anderem an diesen Zeichen:

  • Druckstellen dort, wo das Geschirr aufliegt
  • Schmerzmimik, Abwehr und Widersetzlichkeit beim Anspannen
  • Atmung und Puls brauchen nach der Arbeit auffallend lange, bis sie sich beruhigen
  • unreiner Takt, schleppender Gang, schleifende Zehenspitzen, zögerliches Anziehen schon bei leichter Last

Tipp Wer mit Pferden umgeht, muss nach den Leitlinien zum Pferdesport ihr Verhalten als Ausdruck ihrer Befindlichkeit erkennen und beurteilen können. Verständigt wird sich über Stimme, Berührung und Körpersprache – ruhig, verständlich und konsequent. Dieses Können erwirbst du laut den Leitlinien in Kursen und Schulungen. Wie du hilfst, wenn doch jemand verletzt wird, lernst du in einem Kurs für Erste Hilfe.

Rechtslage, Tierschutz und wer zuständig ist

Wer ein Tier hält oder betreut, muss es nach § 2 des Tierschutzgesetzes seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend ernähren, pflegen und unterbringen und die dafür nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten haben. § 3 verbietet, einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen es offensichtlich nicht gewachsen ist oder die seine Kräfte offensichtlich übersteigen, und ein Tier so auszubilden, dass ihm erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden entstehen. Wer gewerbsmäßig einen Reit- oder Fahrbetrieb unterhält, braucht nach § 11 eine Erlaubnis der Behörde.

Die Leitlinien des Ministeriums gelten ausdrücklich auch für Pferde in der Land- und Forstwirtschaft und sollen Behörden und Gerichte bei der Entscheidung unterstützen, ob eine Nutzung dem Tierschutzgesetz entspricht. Eine zielgerichtete Ausbildung vor dem Alter von 30 Lebensmonaten verletzt nach ihnen in der Regel die Grundsätze; je nach Rasse und Entwicklung kann längeres Warten geboten sein. Die Gewöhnung an Geschirr und Fahrzeug verlangt ein einfühlsames, behutsames Vorgehen. Für gewerbliche Fahrbetriebe in Niedersachsen lässt der Kutschenerlass des Landes (Nds. MBl. Nr. 6/2018, S. 118), auf den die VFD verweist, im Routinebetrieb nur Zugpferde ab mindestens fünf Jahren zu.

Die nötigen Kenntnisse lassen sich nach den Leitlinien in Kursen und Schulungen erwerben, etwa bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) oder der VFD. Beides sind Verbände. Eigene Folgerung: Wer heute ein Zugtier halten will, fängt dort an – mit einem Fahrkurs an einem erfahrenen, ruhigen Pferd, nicht mit einem jungen Tier.

Achtung Rechtslage heute: Nach dem Tierschutzgesetz musst du ein Zugtier artgerecht ernähren, pflegen und unterbringen, darfst es nicht überfordern und nicht mit erheblichen Schmerzen ausbilden; ein gewerblicher Fahrbetrieb braucht eine Erlaubnis. Gefahr: Überlastung und Druckstellen durch schlecht sitzendes Geschirr, ein auflaufender Wagen ohne Hintergeschirr, ein erschrecktes Pferd, das durchgeht oder ausschlägt. Zuständig: für kranke oder lahme Tiere der Tierarzt, für die Hufe Fachleute nach dem Hufbeschlaggesetz, für Tierschutzfragen das Veterinäramt deines Kreises oder deiner Stadt, fürs Fahrenlernen ausgebildete Fahrlehrer.

Häufige Fragen

Wie viel darf ein Pferd ziehen?

Als Durchschnitt über einen Arbeitstag nennt die Literatur 10 bis 15 Prozent des Körpergewichts als Zugkraft. Für Wagen gibt die VFD Daumenregeln bis zum Dreifachen des Gespann-Eigengewichts in der Ebene auf guten Wegen – als Orientierung, nicht als Grenzwert.

Pferd oder Ochse – was ist besser?

Die hier verwendeten Quellen liefern für Rinder keine Zahlen zum direkten Vergleich. Historisch gingen Ochsen meist im Joch, Kühe und Pferde im Kummet; erst das Kummet machte die volle Zugkraft des Pferdes nutzbar.

Kann ich ein junges Pferd selbst einfahren?

Dieser Artikel leitet das bewusst nicht an. Die Leitlinien des Ministeriums sehen eine zielgerichtete Ausbildung in der Regel nicht vor 30 Lebensmonaten vor, und das Tierschutzgesetz verbietet eine Ausbildung, die erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden verursacht. Lerne es bei Fachleuten.

Woran merke ich, dass das Geschirr nicht passt?

An Druckstellen dort, wo es aufliegt, an Abwehr beim Anspannen und an zögerlichem Anziehen. Ein Kummet muss jedem Tier eigens angepasst werden, und nichts darf drücken oder scheuern.

Quellen

  1. Tierschutzgesetz (TierSchG), §§ 1–3 und 11Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de · Pflichten des Halters (§ 2), Verbot der Überforderung außer in Notfällen und der Ausbildung mit erheblichen Schmerzen (§ 3 Nr. 1 und 5), Erlaubnis für gewerbsmäßige Reit- und Fahrbetriebe (§ 11 Abs. 1 Nr. 8 c)
  2. Tierschutz im Pferdesport – Leitlinien zu Umgang mit und Nutzung von Pferden unter TierschutzgesichtspunktenBundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft · Geltung auch für Land- und Forstwirtschaft, Fluchttier und Durchgehen, Verhalten erkennen und Hilfen über Stimme, Berührung und Körpersprache, Ausrüstung darf weder drücken noch scheuern, Ausbildung in der Regel nicht vor 30 Lebensmonaten, behutsame Gewöhnung an Geschirr und Fahrzeug, Fahrzeuge mit Bremsen und passendem Gewicht, Kurse etwa bei FN oder VFD
  3. Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten (9. Juni 2009)Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Sachverständigengruppe tierschutzgerechte Pferdehaltung · Wasser ständig bzw. mindestens dreimal täglich, Schnee kein Ersatz, Raufutter mindestens zwölf Stunden täglich mit Pausen bis vier Stunden, Kraftfutter auf mindestens drei Rationen, Hufpflege und Beschlag alle 6 bis 8 Wochen, Hufbeschlaggesetz, etwa sieben Stunden Ruhe
  4. Kontinuierliche Zugkraftmessung und Leistungserhebung bei Arbeitspferden – eine Pilotstudie (Pferdeheilkunde 38, 2022)Herholz C. u. a., Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL der Berner Fachhochschule · 10 bis 15 Prozent des Körpergewichts als Tages-Zugkraft (Literatur), im Versuch 10 Prozent als zumutbare Zuglast, damit 1.140 N je Zweiergespann bei rund 570 kg, Gespannverlust 7 bis 20 Prozent, rund 1.030 N, 30-Minuten-Versuch mit 10 und 20 Prozent, 5 bis 6 km/h, 12 bis 18 Liter Schweiß, Kumt löste das Joch ab, Pferd als Energiequelle
  5. Positionspapier Zugbelastung von Pferden (10/2019)Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e. V. (VFD), Fachbeirat Ethik und Tierschutz (Verband) · Pferd drückt über Brustblatt oder Kumt, Sitz des Brustblatts, unpassendes Geschirr, Hintergeschirr und Bremse, 2 bis 3 Tage Erholung, Anzeichen der Überlastung, Daumenregeln für Wagen samt Bestimmung von bergigem Gelände, Verweis auf den niedersächsischen Kutschenerlass (dessen Mindestalter im Erlass selbst gegengelesen: Nds. MBl. Nr. 6/2018, S. 118, Nr. 1.2.1)
  6. Kuhkummet (Objektbeschreibung)Freilichtmuseum Beuren, museum-digital:baden-württemberg · Rinder und Pferde als Zugtiere vor der Technisierung, Joch als älteste Anspannform mit Stirn-, Genick- und Nackenjoch, Ochsen meist im Joch, Kühe und Pferde im Kummet, Kraftverteilung auf Brustkorb, Schultern und Widerrist, Anpassung an jedes Tier